Archiv der Kategorie: Bars

Vorglühn im vorWien

Richtig – vorglühn: Die letzte Bar, die wir vor einem Clubbesuch freitagnachts noch aufsuchen wollten, war das :vorWien in der Saklitzer Straße 41 und das Thema war Einstimmen und danach in einen Club gehen. Auch hier findet man das typisch zusammen gewürfelte Sperrmöbel–Ambiente mit den gemütlichen durchgesessenen Sofas und Sessels zum Abhängen und neben Kerzen den Lampen aus den Fünfzigern, die ein wenig Nieretischflair in Kombination mit Hippiestyle verbreiten.

Interessant fand ich den Hinterraum, der wirklich was von einem privaten Wohnzimmer hatte. Hier waren allerdings alle Plätze um den langen Tisch besetzt. Jedenfalls sah das wirklich sehr gemütlich und intim aus. Es gibt auch noch eine Art Partykeller. Vor der kleinen Bar befindet sich ein netter Hof, wo im Sommer auch unter freien Himmel tanzen und Party machen angesagt ist. Dieser ist mir noch vor einigen Jahren sehr gut in Erinnerung geblieben.

Es war Winter und deshalb fühlbar leider schlecht beheizt. Der Toilettengeruch des Männerklo erinnerte meine Begleitung dann auch noch an das Clochard in Hamburg auf der Reeperbahn. Nun ja der Rauch hat es überdeckt, denn Raucher sind hier willkommen, was immer ein wenig zwiespältig ist! Musik gab es an dem Abend von David Bowie satt. Elektroklänge hätten mir als Entree für einen Clubbesuch danach eigentlich besser gefallen und deswegen hatte ich dort etwas anderes erwartet. Ich fand es letztlich ein wenig unspektakulär. Vielleicht waren wir auch nur am falschen Tag zur falschen Zeit im vorWien.
Party im Hof, ist glaub ich dann das interessantere Event als das Vorglühn.

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Unterwegs in Kreuzkölln: SilverFuture

Das SilverFuture findet man in Neukölln, genauer gesagt im Reuterkiez, Weserstr. 206 und hat sich  „Kings And Queens And Criminal Queers“ auf die Fahne geschrieben. Zugegeben ich war ein wenig aufgeregt hier hinein zu gehen, weil an der Tür „Gay Bar“ stand und ich befürchtete, dass man beim Eintreten auf irgendeine Weise darauf angesprochen und evtl. zur Tür verwiesen werden könnte. Aber nein, auch als normal aussehende Hetera kann man diese Bar besuchen.

Die Einrichtung ist schon recht typisch für diesen Trashchick, wie man ihn in vielen neuen Bars findet: Ausgessesene Sofas, zusammengewürfeltes Mobiliar, Samt und Glitzer, alles mit etwas Patina in Kombination mit Silberfolie, was schon mal wesentlich schöner ist, als durchgestylte Franchise-Konzeptgastronomie!
Was diese Bar ausmacht ist die Toleranz der Betreiber/Innen und der Gäste und das Wohlfühlambiente für Leute die nonkonform und eher queer&links-alternativ oder homo, hetero, bi oder transgender ausgerichtet sind. Hier finden wohl die Platz und einen Raum und Geselligkeit, die sonst, vor allem im Umfeld vom Reuterkiez vor Jahren in den anderen Kneipen, eben genau um ihrer Bunthaftigkeit wegen Probleme bekommen hätten. Irgendwie sah das Volk hier so „berghainisch“ aus und das hat mir gefallen.

Wegen der hohen Besucherdichte war es uns nicht möglich mehr Bilder zu machen aber man kann es sagen, es ist sehr nett da und es scheint sehr tolerant und angenehm zuzugehen.

Getränkekarte nein, aber nach einem freundlichen Nachfragen gab es ein Buch.

Das SilverFuture hinterlässt den Eindruck von linksalternativer Subkultur mit sehr relaxtem und buntem Publikum.
Wenn ich mich frage, in welcher der Kneipen/Bars/Cafés in Kreuzkölln habe ich mich am wohlsten gefühlt haben, dann war es klar hier.

Moon Chiller Lounge: Im Mondlicht

Am 08. Apr. 2011 (Freitag) wird es in der Moon Chiller Lounge, Ecke Friedenstraße/Weidenweg in Friedrichshain,  so richtig brodeln. „Im Mondlicht“ lädt zu Tisch und serviert ein Schmankerl der besonderen Sorte. Aufmerksame Leser des Menü´s werden den Braten wohl schon riechen. Soviel kann man sagen, es verspricht lecker zu werden.

Menukarte:
Vj Chuu *live*  [live video & live t-shirt-painting for Japan]
CanDJane [Pentagonik]
Lars Hemmerling [Dock-Schallplatten, Fullpanda-Records]
Helge Baumberg [Zuckertütentraum]
Hexer [Hole in One]
Ruediga Schneider & Patrick Malessa [Shaker Plates / Rabauken]
Kalle Kirschkern aka Gromit [Greenhouse / Azzzuro-tanzwerk]
Marcel Blaeske [wandelbar records]
LillyMu [wandelbar records]
Elisa Laurent [elektronische2samkeit / Azzzuro Tanzwerk]

***open doors 22:00 Uhr und ab 18 Jahre***

Als besonderes Highlight gibt es den special guest Vj Chuu. Er wird die Musik mit Live-Videos begleiten und darüber hinaus auch live T-Shirts designen. Diese können dann vor Ort gekauft werden. Deren Einnahmen werden dann direkt an JAPAN gespendet.

Eintritt: bis 00:00 Uhr 5 Tanztaler und ab 00:00 Uhr 7 Tanztaler

Wie gewohnt wird ein Teil der  Einnahmen an „Die Arche“ gespendet und sichert somit deren Projekte, wie: „(für Kinder)…täglich kostenlos eine vollwertige, warme Mahlzeit, Hausaufgabenhilfe, sinnvolle Freizeitbeschäftigung mit Sport und Musik, und vor allem viel Aufmerksamkeit. Denn Kinder brauchen Bestätigung für ihr Selbstvertrauen. Sie brauchen das Gefühl wichtig zu sein und geliebt zu werden.“ (www.kinderprojekt-arche.de)

Übrigens:
Alle  Gäste haben die Möglichkeit, mit Stempel/Bändchen dieser Veranstaltung anschließend am „Frühlingszaubertraum“ in der Malzfabrik, Bessemerstr. 2-14,  12103 Berlin, für 12 € anstatt 15 € teilnehmen zu können!
Infos:
http://www.fruehlingszaubertraum.tk/

Weiter Infos:
www.azzzuro.de
http://www.facebook.com/pages/AzzzuroTanzwerk/137818729602350

Unterwegs in Kreuzkölln: Café Ringo

Das Café Ringo in der Sanderstraße 2, Neukölln, das unweit des hässlichen Kottbusser Damms liegt, ist im Vergleich zum Raumfahrer an einem Freitagabend gegen 21 Uhr brechend voll. Durch die Fensterfront, die einen guten Einblick in das Café gewährt, sieht man schon von außen das Wohlfühlambiente, was hier durch Schlichtheit d.h. durch Purismus in Gesellschaft mit nettem Publikum erzeugt wird.

Die noch in Teilen funktionsfähige Markise lässt einen deren Abstammung von einem weiland innehabenden Gemüseladen vermuten, was aber nicht unbedingt so sein muss.

Hier treffen sich offensichtlich die Erstsemestler am Nierentischchen im stilvollen Ambiente des 50er-Jahre-Look  zum Kurzumdrunk, Hausarbeiten, Klönschnack oder Wochenausklang. Bestimmt lief im Hintergrund Musik, an die ich mich aber nicht erinnern kann. Diese schien also dezent und unaufdringlich zu sein.

(Man beachte die schicken Hängelampen in verchromter Optik)

Wo sonst meist Trübsinn, Blind- und Taubheit herrscht, deswegen mal ganz besonders betont, gibt es hier ganz im Gegensatz (zumindest an dem Abend) eine sehr nette & aufmerksame Bedienung.

Das Ringo kann definitiv als eine Bereicherung für diese Gegend gesehen werden, da es sich wohltuend von den umliegenden Berliner Ur-Eckkneipen und oder Migrationskulturvereinen abhebt.

Die Innenraumgestaltung mit dem üblichen Ensemble aus Fifties (Nierentische und Trödellampen) hätte auch ein wenig origineller und im Style einzigartiger, kieziger Marke Kreuzkölln sein können, was aber so leider nicht zu finden war. Mich erinnerte es vom Interieur an ein Café der 80er Jahre am Savignyplatz (irgendwie schon leicht stylisch). Zumindest ist es nun für mich eine kleine Wohlfühloase in der ansonsten eher abstoßenden Umgebung des Kottbusser Damm.

Unterwegs in Kreuzkölln: Der Raumfahrer

Die erste Bar, die wir neulich bei einer kleinen Kieztour in xkölln ansteuerten, war die Bar/Kneipe Raumfahrer in der Hobrechtstraße 54,  Neukölln. Es befindet sich unmittelbar in der Gegend, wo ich vor 11 Jahren noch gewohnt hatte. Damals war das grauenhaft und zu der Zeit gab es in Neukölln weit und breit kein einziges Café wo ich mich hätte hineinsetzen können. Mich hat auch seitdem nichts mehr veranlasst diesen Bezirk aufzusuchen, außer Freundesbesuche, obwohl ich seit einigen Jahren von Bewohner dieser Gegend höre, dass sich hier in Bezug auf Ausgehlokale etwas getan habe und nachts doch tatsächlich Leute auf der Straße unterwegs seien. Es hieße jedoch, dass diese Lokale nichts besonders seien, ganz normale Studentenkneipen.

Das Gebäude, in dem das Raumfahrer untergekommen ist, ist ein 70er Jahre Architekturbau. Auffällig sind die großen rot eingerahmten Schaufenster-flächen.Verschiedenartig gemütliche Sitzgelegenheiten bieten Raum und ein Podest sorgt für einen besseren Überblick. Das Interieur stammt allerdings vermutlich überwiegend aus dem Sperrmüll und die schicke 3 D-Wanddeko aus den 80ern ist vermutlich eine Art Tapezierrelikt, sieht aber auf den Bildern hier schick aus. Die Abgerissenheit der ganzen Bar ist vermutlich das übliche Konzept – hier ist es hip, hier ist Neues und hier geht es noch zur Sache anstatt dass es hier um Einrichtung geht.

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Wir waren anscheinend zu früh dort, denn es war nichts los. Als wir später noch einmal vorbei kamen war es brechend voll. Die to-go Zeit scheint also „22 Uhr plus“ zu sein und da scheint nun das Konzept aufzugehen und man kann sagen „der Laden ist angesagt“ und noch ist er unverbraucht und noch trifft man hier die Raum- und Club und Szenepioniere. Wie lange – man wird sehen wie sich dieser Kreuzkölln Kiez sich so macht.

Pink-Pop – nhow zwischen MTV und Universal Music

Das nhow Hotel Berlin (gehört zum spanischen Hotelkonzern NH Hoteles), das im November 2010 seine Türen öffnete, ist nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Warschauer Straße, direkt am Spreeufer liegend, entfernt. Früher war hier der Osthafen von Berlin. Dieser von außen eher seelenloser Kasten passt sich gut, Klotz an Klotz, zwischen den umliegenden Gebäuden von „Universal Music“ und dem Musiksender „MTV“ ein. Das nhow ist ein direktes Ergebnis von Mediaspree, das Investitionen zur kommerziellen Erschliessung des Spreeufers und darin die Integration von Kunst und Medien als Arbeitsziel hat (bisher O2 Arena, Universal, Toyota-Autohaus und viele mehr).

Neulich ergab es sich, dass ich mir selber einen Eindruck von dieser Location machen konnte:
Von Außen zeigt sich das Hotel kühl und ist ein Klotz in der Landschaft das einem Licht & Sonne raubt. Das Interieur, vor allem die Rezeption und die dahinter liegende Lobby ist dagegen auffällig schrill, poppig, rund/geschwungen und wird von viel Plastik(en) dominiert. Ich kam mir hier drin aber doch recht verloren vor.

Insgesamt versprüht das Innendesign aber doch ein, wie auch immer geartetetes, modernes Lebensgefühl (sic), wenn es nicht sogar eine gewisse Metrosexualität direkt anzusprechen versucht. Ich meine damit jedenfalls, dass gebettet in solch einer rosa Bettwäsche ein „stino“ Macho-Mann erst mal klarkommen muss.


Wie immer, ist es lausig dass selbst bei so einem halsabschneiderisch teuren Schlafplatz für das hippe Wohlfühlgefühl noch nicht mal WLAN all inclusive ist. Aber was schert es einen: Mann/Frau in dem Metier haben eh alle Blaubeer- oder EiFone Teile.

Mit diesen Bau will man eine Melange aus Musikern, welche die es werden wollen und zum Casting antanzen dürfen oder die, die sich an diese Szene gerne ranschmeissen wollen, ansprechen. Ganz sicher wird das Hotel nicht die Leute aus der Clubszene anlocken, da die ja eher Easyjet-Clubber sind und ihr Geld lieber in „für was auch immer“ in den Clubs lassen, als für eine doch nicht stattfindende Übernachtung in einem Hotel à la nhow, wo man/frau ja eh nicht da ist sondern sich den Tag und die Nacht um die Ohren schlägt.

Das Gebäude ist sicher das pinke Bonbon (leider nicht von außen) einer Kette weiterer traurig, vieler Bauten die uns am Spreeufer noch bevorstehen. So ist beispielsweise auf dem Gebiet der Maria am Ostbahnhof schon wieder ein Hotel geplant.

Die Lage ist aber schon gut und man hat eine nette Aussicht. Wir ließen uns aber, ganz der Touri, per Taxi ins Nachtleben chauffieren. Zum Abheben und Warmup, was ginge da besser, als den Raumfahrer anzusteuern.

Unterwegs im LSD-Kiez: Zu mir oder zu dir

Im LSD-Kiez (Lychener Straße/Schliemmannstraße/Duncker Straße), Prenzlauer Berg, befindet sich in der Lychener Straße das zu mir oder zu dir. Diese Bar ist mittlerweile ein echter Klassiker. Da im LSD anscheinend rauchergesetzgebungsfreie Zone ist, findet man viele Kneipen und Bars in denen das Rauchen noch en Vogue ist: Das „zu mir:oder: zu dir“ gehört ebenfalls dazu und besteht aus einer Ganzraumraucherzone.

Die Bar öffnet 20 Uhr und man staune, kurz danach ist der Laden schon rappelvoll und am Wochenende kann es hier, wie in allen halbwegs angesagten Locations im Kiez schnell zu voll werden, so dass man besser unter der Woche mal hingehen sollte. Die Atmosphäre ist jedenfalls locker und lädt zum Flirten ein. Dazu sitzt man nicht an Tischen,  sondern leger auf zahlreichen Sofas, Sitzsessel oder Sofanischen. Das beleuchtete Sitzrondel an der Fensterfront ist der eigentliche Hit, weil genau hier, sehr spannend, eine klassische Sitzordnung aufgehoben wird, und man nicht weiß, wer zu wem gehört.

Gesessen wird, weil es häufig überfüllt ist neben- und aufeinander, also dort wo gerade Platz ist. Die Beleuchtung ist rot gedämpft, Visuals werden an die Wand projiziert und eine klassische Discokugel sorgt für die chillige, nette &  relaxte Atmosphäre um zu Kontakten. Das Publikum besteht aus durchgehend jungen Leuten bis ~ 30 Jahren.

Ich denke, der Lack ist hier auch schon im wahrsten und im übertragenen Sinne ab. Das „zu mir oder zu dir“  hat auf jeden Fall schon bessere Zeiten erlebt. Dennoch ist es für diese Gegend ein Lokal, das man als warm-up vor einem Clubbesuch empfehlen kann, auch wenn es nicht mehr so hip wie früher ist. Wenn man sich nicht ganz blöd anstellt, auf jeden Fall der richtige Ort, um jemanden für den Abend und zu weiteren Aktivitäten kennen zu lernen. Gegen zwei Uhr ziehen die meisten Gäste weiter in einen Club. Uns war es dann doch zu sehr verraucht, was uns veranlasste doch recht schnell die eigentlich nette Location zu verlassen.

Mehr Infos zu Beschallung und Impressionnen von Innen findet man hier:

http://www.zumiroderzudir.com/

http://www.myspace.com/zumiroderzudir_bar

Unterwegs im LSD-Kiez: Das Café Krüger

Nach längerer Zeit steuerten meine Freundin und ich mal wieder ein Café im LSD-Kiez (Lychener Str./Schliemmannstraße/Duncker Str.) an, um zu sehen wie sich das Publikum dort verändert hat. Wir landeten spontan im Café Krüger in der Lychener Str. 26, denn für das Zu mir oder zu dir war es noch zu früh. Dies war mein erstes Mal im „Café Krüger“.

Das Krüger würde ich, ob des leicht urigen und wenig durchgestylten Stils eher als Kneipe denn als Café bezeichnen. Dafür ist es geräumig, super gemütlich und liebevoll eingerichtet mit einem langen Tresen, durchgesessenen Sofas und ebensolchen Sesseln. Selbst Tische und Stühle sind für Studies, die dort evtl. etwas arbeiten wollen, vorhanden. Die Musik ist in einer Lautstärke, so dass man sich noch gut unterhalten kann. Schummriges Licht, Nierentischchen und  Stehleuchten im 50er Jahre-Stil sorgen für ein orginal Retro-„Wohlbefinden“, denn als Raucher ist man willkommen und auf allen Tischchen stehen Ludwig Erhard Gedächtnis-Aschenbecher bereit.

Nach einiger Zeit suchte ich die Toiletten auf und war freudig überrascht was für ein Wohnklo dort anzufinden war: Kosmetiktischchen, Rotwein, Kuchen, Sessel und ein Meister Propper der einen nett anschaut: Ein Klo zum längeren Verweilen. Deswegen holte ich meine Freundin und wir tratschten in diesem „Zimmer“ weiter.

Positiv ist mir das bunt gemischte Publikum aufgefallen und dass auch Leute weit über 40 anzutreffen waren. Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass dieser Laden von übermäßig vielen Touris besucht wird, sondern von Alteingesessenen die diese Location als eine Art Stamm- und Rauchkneipe auserwählt haben. Denke mal für Berlin ist es ein ganz „normales“ Café im typischen Sperrmöbelchic, keine durchgestylte Szenebar, was genau den Charme dieser Location ausmacht. Wem das Klientel dann doch zu alt ist, dem sei die Bar23 oder das Zu mir oder zu dir zu empfehlen, die sich auch eher zum Vorglühen und Warm-up für einen Clubbesuch danach eignen.

Entlang der Spree: Feiern so lange es noch geht

Der clubkultureller Ballungsraum zwischen Jannowitz- und Elsenbrücke präsentiert sich während der ersten Berlin Music Week (bis 12.09) mit dem Projekt ClubSpreeBerlin. Mit diesem Projekt macht sich dieser besonders beliebte Clubballungsraum entlang der Spree während der gesamten Berlin Music Week mit zahlreichen Tages- und Nachtveranstaltungen auf besondere Weise auf sich aufmerksam. Zahlreiche am Spreeufer ansässige Clubs sind wegen des Investitionsprojektes “Mediaspree” in ihrer Existenz bedroht oder stehen kurz vor der Schließung.

Auch der Club „Maria am Ostbahnhof“ wird kurz über lang einem Mediaspree-Investitionsprojekt weichen müssen. Am kommenden Wochenende besteht hier und auch in anderen Clubs, Locations und Strandbars entlang der Spree, nochmal die Möglichkeit ausgiebig zu feiern. Freitag und Samstag findet in der Maria „5 Jahre Spreepiraten“ statt. Freitag werden Mouse on Mars einen Live-Act bieten,  Dave Tarrida, Sam Shackleton, The Hacker, Suzi Wong und Candie Hank werden auflegen. Am Samstag legen Woody, Oliver Koletzki, Mike Vamp, Jacob Richter, Axel Bartsch, Florian Meindl auf – und das  sind noch nicht alle. Live-Acts in dieser Nacht sind Autotune und AKA AKA. Wer nicht bis Samstag auf AKA AKA warten möchte, kann bereits am Freitag AKA AKA als DJ-Team in der Bar25 erleben. Für „5 Jahre Spreepiraten“ in der Maria wird empfohlen Karten im VVK zu erwerben.

AKA AKA & UMAMI – Ich & Du (Video Edit ) auf YouTube von lenny1k

Die Bar 25 wird vom 10.-13.09. exzessiv die Schließung ihrer Location feiern. Hier findet im Rahmen der Berlin Music Week das erfolgreiche Indische Party Event Sound Tamasha statt. Dies wird eine bunte Mischung aus indischen Sounds (HipHop, Masala Soul, Indian Electronica), Classical India Dance Performance, Classical India Drums und India Finger Food sein.

Kleinod im Wedding: Das Schraders

Wedding gehört nicht zu meinen favorisierten Stadtteilen von Berlin mit Ausnahme einiger Orte, so wie das prime time theater.

Bei einem Besuch dieses Theaters bot sich ein Wedding-Abend mit vorherigem Treffen in einem Restaurant im Kiez an. Wir entschieden uns für das Schraders, das einige schon besucht hatten. Auch ich hatte schon häufiger davon gehört und war gespannt, wie es im Wedding auch sein kann, abseits der allgegenwärtigen Döner- und Currywurstbuden.

Das Schraders liegt direkt an einem ruhigen Platz in der Malplaquetstraße, Ecke Utrechter Straße. Dies scheint auch der einzige Laden dieser Art im Einzugsgebiet U-Seestraße, U-Leopoldplatz und U-Osloer Straße. Das Schraders ist eine Mischung aus Café, Bar, Restaurant und Lounge.

Die Einrichtung des Schraders ist sehr geschmackvoll und gemütlich und auf dem ersten Blick erinnert es an ein Wohnzimmer-Café. Auf den zweiten spürt man fast so etwas wie eine Lounge-Atmosphäre im Orient-Style.

Die Gäste waren wild durchmischt, es hatten sich Familien sowie Studenten, jüngeres und auch älteres Publikum eingefunden. Die Speisekarte ist reichhaltig und vielfältig, so dass es schwer fällt sich zu  entscheiden.

Ich war sehr überrascht über die sehr freundliche Bedienung und den zuvorkommenden Service. Hier bemüht man sich noch um den Gast. In Szenebezirken stellt dies eher die Ausnahme als die Regel dar.

Das Essen war auch gut und wurde ansprechend auf dem Tisch angerichtet.
Das Schraders päsentiert sich für mich als eine willkommene Abwechslung zu den trendigen Szeneviertel von Mitte und Co und ich war überrascht, dass derartiges im Wedding zu finden ist.