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Unterwegs in Kreuzkölln: Der Raumfahrer

Die erste Bar, die wir neulich bei einer kleinen Kieztour in xkölln ansteuerten, war die Bar/Kneipe Raumfahrer in der Hobrechtstraße 54,  Neukölln. Es befindet sich unmittelbar in der Gegend, wo ich vor 11 Jahren noch gewohnt hatte. Damals war das grauenhaft und zu der Zeit gab es in Neukölln weit und breit kein einziges Café wo ich mich hätte hineinsetzen können. Mich hat auch seitdem nichts mehr veranlasst diesen Bezirk aufzusuchen, außer Freundesbesuche, obwohl ich seit einigen Jahren von Bewohner dieser Gegend höre, dass sich hier in Bezug auf Ausgehlokale etwas getan habe und nachts doch tatsächlich Leute auf der Straße unterwegs seien. Es hieße jedoch, dass diese Lokale nichts besonders seien, ganz normale Studentenkneipen.

Das Gebäude, in dem das Raumfahrer untergekommen ist, ist ein 70er Jahre Architekturbau. Auffällig sind die großen rot eingerahmten Schaufenster-flächen.Verschiedenartig gemütliche Sitzgelegenheiten bieten Raum und ein Podest sorgt für einen besseren Überblick. Das Interieur stammt allerdings vermutlich überwiegend aus dem Sperrmüll und die schicke 3 D-Wanddeko aus den 80ern ist vermutlich eine Art Tapezierrelikt, sieht aber auf den Bildern hier schick aus. Die Abgerissenheit der ganzen Bar ist vermutlich das übliche Konzept – hier ist es hip, hier ist Neues und hier geht es noch zur Sache anstatt dass es hier um Einrichtung geht.

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Wir waren anscheinend zu früh dort, denn es war nichts los. Als wir später noch einmal vorbei kamen war es brechend voll. Die to-go Zeit scheint also „22 Uhr plus“ zu sein und da scheint nun das Konzept aufzugehen und man kann sagen „der Laden ist angesagt“ und noch ist er unverbraucht und noch trifft man hier die Raum- und Club und Szenepioniere. Wie lange – man wird sehen wie sich dieser Kreuzkölln Kiez sich so macht.

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Kleinod im Wedding: Das Schraders

Wedding gehört nicht zu meinen favorisierten Stadtteilen von Berlin mit Ausnahme einiger Orte, so wie das prime time theater.

Bei einem Besuch dieses Theaters bot sich ein Wedding-Abend mit vorherigem Treffen in einem Restaurant im Kiez an. Wir entschieden uns für das Schraders, das einige schon besucht hatten. Auch ich hatte schon häufiger davon gehört und war gespannt, wie es im Wedding auch sein kann, abseits der allgegenwärtigen Döner- und Currywurstbuden.

Das Schraders liegt direkt an einem ruhigen Platz in der Malplaquetstraße, Ecke Utrechter Straße. Dies scheint auch der einzige Laden dieser Art im Einzugsgebiet U-Seestraße, U-Leopoldplatz und U-Osloer Straße. Das Schraders ist eine Mischung aus Café, Bar, Restaurant und Lounge.

Die Einrichtung des Schraders ist sehr geschmackvoll und gemütlich und auf dem ersten Blick erinnert es an ein Wohnzimmer-Café. Auf den zweiten spürt man fast so etwas wie eine Lounge-Atmosphäre im Orient-Style.

Die Gäste waren wild durchmischt, es hatten sich Familien sowie Studenten, jüngeres und auch älteres Publikum eingefunden. Die Speisekarte ist reichhaltig und vielfältig, so dass es schwer fällt sich zu  entscheiden.

Ich war sehr überrascht über die sehr freundliche Bedienung und den zuvorkommenden Service. Hier bemüht man sich noch um den Gast. In Szenebezirken stellt dies eher die Ausnahme als die Regel dar.

Das Essen war auch gut und wurde ansprechend auf dem Tisch angerichtet.
Das Schraders päsentiert sich für mich als eine willkommene Abwechslung zu den trendigen Szeneviertel von Mitte und Co und ich war überrascht, dass derartiges im Wedding zu finden ist.

Intimes, Sanatorium23 und die M10

Bei meinem Streifzug durch Friedrichshain am letzten Samstag ging es zuerst in das Café neben dem Kino Intimes, danach noch ins Sanatorium²³. Viel gibt es zu dem Kino-Café Intimes nicht zu erzählen, für mich ist es eben ein ganz normales Café in der Boxhagener Straße.

Zu dieser Straßenecke Boxhagener Str./Simon-Dach-Str. gibt es ein YouTube-Video von Berlin Street View

Ich habe nur den Eindruck, dass das Café „Intimes“ sehr gut von Lesben besucht wird. Nachdem wir uns dort gut ausgequatscht hatten, ging es zum Sanatorium²³. Das ist eine Bar, Lounge, Café und Club in einem auf der Frankfurter Allee. Auf Grund der Lautstärke ist eine Unterhaltung etwas anstrengend, außer man sitzt draußen davor. Hier findet man eher szenigere Leute. So richtig gut besucht habe ich diese Lounge noch nicht erlebt. Trotzdem mag ich sie, allein schon wegen des Namens, der Ausstattung und der Internetpräsenz. Die könnte allerdings mal häufiger aktualisiert werden, z. B. findet man häufig nicht an dem Tag das aktuelle Programm, z. B. welcher DJ dort am Wochenende auflegt. Weiterlesen

Deck 5 – eine Skybar über den Dächern des Prenzlauer Bergs

Oben auf dem Deck 5, das sich auf dem Parkdeck der Schönhauser Allee Arcaden befindet, mit einer Freundin angekommen stand dort so ein Mann in Securitymanier zum Eingang der Bar hin. Ich meinte zu ihm, daß er so den Eindruck eines Türstehers mache. Das sei richtig und er wollte von uns wissen, ob wir vom Bodo-Club (?) seien. Wovon genau, haben wir akustisch nicht verstanden. Meine Freundin meinte gleich „Ja ja, Klein und Kafka. Kennen sie nicht?“ „Nein, sagt mir nichts“. „Dann schauen sie mal nach, Klein und Kafka“. Wir sind dann weiter zur Bar gelaufen. O. K. bei einem Euro Eintritt, war das kein großes Ersparnis. Nach geschlossener Gesellschaft sah es auch nicht aus. Ab 19 Uhr scheint ein Eintritt von einem Euro üblich zu sein. Zu Mittagszeit wurde hier noch nie Eintritt genommen und auch ist es dann eher sehr ruhig auf dem „Deck 5“.

Wir hatten einen schönen Abend und Frau Kafka hatte  interessante Erzählthemen: „…wer hier nicht irgendwie anders sexuell ausgerichtet ist wie auto-sexuell,  bisexuell, homosexuell, transsexuell, metro-sexuell … oder irgendwie anders ist oder kein drittes Ohr hat wird hier in Berlin ausquartiert! Am liebsten würde ich mir ein Schild umhängen mit dem Schriftzug:  Sorry, ich bin heterosexuell… und auf jeden Fall sind die Schwulen hier schon etablierter als Lesben…“

Ein netter lustiger Abend im Umfeld von recht gediegenem Volk. Die Temperatur war oben auf jeden Fall geschätzte 5 Grad kühler als unten und dazu zog noch ein Lüftchen über das Deck. Einen schönen Blick über die Dächer des Prenzlauer Bergs, in lazy Atmosphäre, Lounge-Musik, Liegestühlen und tonnenweise Sand, konnte man doch im Großen und Ganzen sehr gut da „oben“ den hoch sommerlichen Abend genießen.