Archiv der Kategorie: Bars

Überseebar am Strandbad Weissensee

Die Überseebar am Strandbad Weissensee ist eines der ganz wenigen Ausgehlokale im Stadtbezirk Weißensee, die zu besuchen mich reizten – jedenfalls bis vor kurzem.

So musste ich letztens feststellen, dass abends am Wochenende bei schönem Wetter in der Überseebar kein Kaffee-Getränk mehr zubereitet wird. Als Nichtfan von alkoholischen Getränken kann ich aber  immerhin den „Lady Killer“ empfehlen, der ebenfalls das Sprachzentrum aktiviert.

Ich war eigentlich der Ansicht, dass sich in Weißensee „etwas tut“, dass Weißensee auf dem Vormarsch ist. In den letzten Jahren beobachte ich, dass es hier viel bunter geworden ist, hier auch viel jüngere Leute unterwegs sind, es wuselig am Antonplatz zugeht und Leute hierher ziehen, so dass nach einhelliger Meinung Weißensee der nächste Szenebezirk sein wird. Doch davon ist der Stadtteil noch weit entfernt, denn gegen 20 Uhr scheinen hier nach wie vor die Bürgersteige hochgeklappt zu werden und es war ziemlich leer  in der Überseebar.  O. K. es gibt noch den Mirbachplatz, wo sich in den letzten Jahren einige Restaurants angesiedelt haben, aber ob da nun abends mehr los ist?

Dabei ist die Gegend um die Überseebar herum an sich sehr attraktiv: See, Fontäne, Bäume, Strand, Sand…

Von vor einem Jahr und länger,  habe ich diese Strandbar tagsüber bei gutem Wetter am Wochenende noch als sehr schön in Erinnerung, und ich war erstaunt, dass man in Weißensee so nett sitzen kann.

Als es dann dunkel wurde, flitzen die Ratten am Strand entlang….

Meiner Freundin fiel spontan dazu eine Passage aus dem Brandenburg-Lied von Rainald Grebe ein:

„Wenn man Bisamratten im Freibad sieht, ist man im Naturschutzgebiet. Mark Brandenburg.“

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Montech im SO36

„Wer feiern kann, kann auch weiter feiern: Immer montags im SO36!“

So heißt es auf der Seite des SO36 zu montech. Das sehe ich auch so. Entweder man feiert durch oder man geht dann feiern, wenn andere wieder arbeiten müssen.

Killin’me, jeden 1. Montag im Monat, und Kurzurlaub, jeden 3. Montag im Monat, finden im Rahmen von montech statt.

Mir gefällt am SO36 das schön Unstylische von der location und von den Leuten her. Insgesamt herrscht eine tolerante, lockere und ungezwungene Atmosphäre. Weiterlesen

Chilliger Sommerabend am Wasser

Wir steuerten das Strandgut an, wobei wir entlang der East Side Gallery kaum zu Fuß weiter kamen und ständig stehen bleiben mussten: Schließlich will man dabei den Touristen ihr Knipsen der East Side Gallery nicht unbedingt stören. Meine Freundin war allerdings ziemlich genervt und äußerte „Oh, hier wird ja ständig fotografiert“.

In letzter Zeit hört und liest man ja immer wieder vom Kiki Blofeld, obwohl dieses Areal schon seit mehreren Jahren besteht. Ich dachte zuerst, da muss man ja auch mal hin, aber nach einem Blick auf deren Seite, konnte ich mir nicht vorstellen, dass es mir gefallen würde: sieht zwar sehr idyllisch gelegen aus, wirkt aber  irgendwie steif, geplant und kalt. Es ist wohl eher eine Anlage mit Tischtennisplatten, Kicker, Billardtisch etc. Musikmäßig scheint eher Soul und Rock gespielt zu werden, was mich nicht gerade anturnt.

Das Hauptpublikum im Strandgut bestand überwiegend aus der Laufkundschaft, die eben noch der East Side Gallery entlang ging, die sich nun endlich die Beine ausstrecken wollten. So schön wie es auch direkt am Wasser liegen mag, fand ich es wenig atmosphärisch und bei mir machte sich so ein Tourigefühl breit. Bald darauf schon verließen wir wieder das Strandgut. Nebenan am Oststrand fand gerade ein Strandvölkerballspiel statt. Na, das ist doch mal eine Abwechslung zu den vielen Beachvolleyballaktionen in der Stadt.

Dann ging es wieder Richtung Oberbaumbrücke, aber dieses Mal direkt am Ufer der Spree und nicht auf  der Mühlenstraße an der East Side Gallery entlang.

Ein echt super schöner Sonnenuntergang im Rücken und vorne eine strahlend glänzende Oberbaumbrücke, ging es dann dort hin wo man Samstagabend nicht hingehen sollte, zum Club der Visionäre (CdV). Diese Location gibt es ja schon mindestens einem gefühlten Jahrzehnt, wenn mich nicht alles täuscht. Ich kann mich jedenfalls erinnern, dass ich vor gut über 10 Jahren mal dort saß und es ziemlich auf den Brettern wackelte. Keine Ahnung, ob es damals auch schon Club der Visionäre hieß? Dass sich hier ein Club so viele Jahre halten kann, kein Wunder bei dieser Lage direkt am Ufer des Flutgrabens. Eine Idylle und das inmitten der Hauptstadt der DDR. Inzwischen heißt es ja, dass der Club der Visionäre eine Touristenhochburg geworden sei. Diese Leute lassen sich eben kaum von den Leuten aus den einschlägigen Clubs unterscheiden. Es ist eben das typische Clubpublikum unter 30 Jahren hier vertreten. Da das Wetter so richtig schön war, wurde es auch voll und voller, so daß die Leute sich auf die Treppe und dem Boden hinfläzten. Ein sehr lauschiger Abend unter bunt angeleuchteten Trauerweiden mit elektronischen Beats im Hintergrund. Es war ein herrlich entspannter Sommerabend. Das Ganze dient als  Samstagabend Warm-Up. Hier habe ich auch schon mal richtige Partys mit sehr guten und namhaften DJs from Dusk till Dawn erlebt.

Ein Video von Berlin Street View zum Flutgraben mit dem Club der Visionäre auf YouTube.

Intimes, Sanatorium23 und die M10

Bei meinem Streifzug durch Friedrichshain am letzten Samstag ging es zuerst in das Café neben dem Kino Intimes, danach noch ins Sanatorium²³. Viel gibt es zu dem Kino-Café Intimes nicht zu erzählen, für mich ist es eben ein ganz normales Café in der Boxhagener Straße.

Zu dieser Straßenecke Boxhagener Str./Simon-Dach-Str. gibt es ein YouTube-Video von Berlin Street View

Ich habe nur den Eindruck, dass das Café „Intimes“ sehr gut von Lesben besucht wird. Nachdem wir uns dort gut ausgequatscht hatten, ging es zum Sanatorium²³. Das ist eine Bar, Lounge, Café und Club in einem auf der Frankfurter Allee. Auf Grund der Lautstärke ist eine Unterhaltung etwas anstrengend, außer man sitzt draußen davor. Hier findet man eher szenigere Leute. So richtig gut besucht habe ich diese Lounge noch nicht erlebt. Trotzdem mag ich sie, allein schon wegen des Namens, der Ausstattung und der Internetpräsenz. Die könnte allerdings mal häufiger aktualisiert werden, z. B. findet man häufig nicht an dem Tag das aktuelle Programm, z. B. welcher DJ dort am Wochenende auflegt. Weiterlesen

Deck 5 – eine Skybar über den Dächern des Prenzlauer Bergs

Oben auf dem Deck 5, das sich auf dem Parkdeck der Schönhauser Allee Arcaden befindet, mit einer Freundin angekommen stand dort so ein Mann in Securitymanier zum Eingang der Bar hin. Ich meinte zu ihm, daß er so den Eindruck eines Türstehers mache. Das sei richtig und er wollte von uns wissen, ob wir vom Bodo-Club (?) seien. Wovon genau, haben wir akustisch nicht verstanden. Meine Freundin meinte gleich „Ja ja, Klein und Kafka. Kennen sie nicht?“ „Nein, sagt mir nichts“. „Dann schauen sie mal nach, Klein und Kafka“. Wir sind dann weiter zur Bar gelaufen. O. K. bei einem Euro Eintritt, war das kein großes Ersparnis. Nach geschlossener Gesellschaft sah es auch nicht aus. Ab 19 Uhr scheint ein Eintritt von einem Euro üblich zu sein. Zu Mittagszeit wurde hier noch nie Eintritt genommen und auch ist es dann eher sehr ruhig auf dem „Deck 5“.

Wir hatten einen schönen Abend und Frau Kafka hatte  interessante Erzählthemen: „…wer hier nicht irgendwie anders sexuell ausgerichtet ist wie auto-sexuell,  bisexuell, homosexuell, transsexuell, metro-sexuell … oder irgendwie anders ist oder kein drittes Ohr hat wird hier in Berlin ausquartiert! Am liebsten würde ich mir ein Schild umhängen mit dem Schriftzug:  Sorry, ich bin heterosexuell… und auf jeden Fall sind die Schwulen hier schon etablierter als Lesben…“

Ein netter lustiger Abend im Umfeld von recht gediegenem Volk. Die Temperatur war oben auf jeden Fall geschätzte 5 Grad kühler als unten und dazu zog noch ein Lüftchen über das Deck. Einen schönen Blick über die Dächer des Prenzlauer Bergs, in lazy Atmosphäre, Lounge-Musik, Liegestühlen und tonnenweise Sand, konnte man doch im Großen und Ganzen sehr gut da „oben“ den hoch sommerlichen Abend genießen.

Berlin im Open-Air-Wahn

Im Sommer finden in Berlin viele Veranstaltung draußen statt. Vieles war schon, wie z. B. das Lesbisch-schwule Straßenfest, die CSD oder am Montag die Fête de la Musique. Ich will jetzt hier gar nicht die zig vielen Feste an jeder Straßenecke erwähnen. Weiterlesen

Noch mal das "Wohnzimmer"

Zum  „Wohnzimmer“ am Helmholtzplatz gibt es jetzt noch schöne Bilder vom „kondukteur“-  GeoCaching BlogBuch auf WordPress.

Freundlicherweise hat er für mich am Samstag einige Bilder dort geschossen.

Nun war ich auch  mal  an einem Vormittag im „Wohnzimmer“ und ich muss sagen die Atmosphäre dort war sehr relaxed, gemütlich und auch anheimelnd. Sicherlich hat dieses Wohnzimmer-Ambiente dazu beigetragen, dass es ein schönes Treffen mit netter Unterhaltung wurde.

WM in der „Johannesburg 24“

Gar nicht so einfach sich für eine Public-Viewing-Location zu entscheiden, da es so viele in Berlin gibt. Wir hatten das „Yaam“, was mir sehr wahrscheinlich zu reggaemäßig sein dürfte, die „Arena“ und die „Johannesburg 24“ in die engere Wahl einbezogen. Da aber die „Johannesburg 24“ so einiges anders zusätzlich im Angebot hat, wie z. B. Skateboardrampe, Beachvolleyballfeld, ging es dort hin, die direkt neben der Bar25 liegt. Prima, 3 Euro Eintritt und für die Kinder freien Eintritt.

Mag an dem kalt-feuchten Wetter, dem Spielplan und der Uhrzeit gelegen haben, dass bei dem Spiel um 13:30 nicht viel los war. Später als Argentinien und Nigeria Anpfiff hatten wurde es voller und es kam ein wenig WM-Feeling auf. Abends, wenn „richtige“ Gegner spielen, ist  hier best. eine super Stimmung, weil überschaubar und nett gemacht.

Johannesburg 24

Die ganze Anlage ist auf jeden Fall sehr gut geeignet sie auch mit Kindern zu besuchen, die sich direkt vor der LED-Wand auf einem Minifußballfeld verausgaben  oder auf der Skateboardrampe üben können. Auf jeden Fall waren die Besucher überwiegend in Begleitung mit ihren Kindern.

Fußballfeld mit LED-Wand

Cafés mit Wohnzimmer-Ambiente

In Berlin findet man zuhauf mit Sperrmüllmobiliar eingerichtete Bars und Cafés. Das hat nicht nur Charme, sondern auch Stil. Das wird nicht jedermanns Geschmack sein, aber die Cafés sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

Das „Wohnzimmer“ am Helmholtzplatz (Lettestraße) hat Kultcharakter. Gemütliche Sofas und Sessel, zum Teil schon antik bis trashig, sorgen in diesem Café für das überzeugende Wohnzimmerambiente. Die Möbel wirken runter gekommen, aber nicht „ranzig“. Abends wirken die Wände bei schummrigen  goldfarben. Im Sommer kann man an diesem Eck-Café/Bar schön draußen sitzen. Hier herrscht Selbstbedienung und es kann ein wenig dauern bis man seine Bestellung aufgegeben hat. Hackenschuh-Trägerinnen aufgepasst, die Holzbodendielen weisen große Spalten auf, so dass Sturzgefahr besteht.

"Wohnzimmer"

Wenige Meter vom „Wohnzimmer“ entfernt findet man in der Schliemannstraße 31, das „Intersoup“. Diese location ist Kneipe, Café, Club und Restaurant in einem. Der Name ist Programm: es gibt ein vielfältiges Suppenangebot. Hier finden häufig Livegigs statt oder ein Dj sorgt für gute musikalische Unterhaltung. Auch hier ist  Selbstbedienung. Der Service ist zügig und die Preise für Prenzlauer Berg-Verhältnisse niedrig. Auch geeignet um zu später Stunde zu versacken, dazu laden alte Sofas und Sessel zum lümmeln einfach ein. Eine location, die für Prenzlauer Berg ein Relikt ist.

Neben dem „Wohnzimmer“ gibt es noch eine weitere Eckkneipe in P’berg, die in Sperrmöbelschick ausgestattet ist. Die „Kohlenquelle“ oder auch „Koppe“ genannt befindet sich in der Kopenhagener Str. /Sonnenburger Str. Ein nettes Café mit recht nettem Publikum ist anzutreffen. Genau an der Ecke führt eine Brücke über die Ringbahn und wenn man die „Terrasse“ nutzt, kann man bei sonnigen Wetter, den Kinderboom in Prenzlauer Berg sehr gut nachvollziehen. Das Publikum ist auch nicht nur ganz jung. Auch Leute über 30 Jahren finden hier ihren „Platz“. Eine eigene homepage scheint es nicht zu geben, aber ein Video von der „Koppe“, das eher als eine Hommage für Berlin ist als ein Video über das Café.

Das älteste Café dieser Art dürfte das Café „An einem Sonntag im August“ sein. Hier finden auch Lesungen wie „Erotisches zur Nacht“ statt. Die Preise sind etwas ziviler, erschwinglicher als in den anderen Cafés und dazu liegt es noch sehr günstig gelegen, direkt am Anfang der beliebten „Castingallee“ (Kastanienallee). Hier findet man gemütliche Sofaecken, die das nötige Wohnzimmerflair rüber bringen. Dem einem oder anderen mag das zu „ranzig“ sein. Im Sommer kann man draußen zwischen Liegestühlen und Hollywood-Schaukeln wählen und dabei das bunte Fußvolk beobachten. Das Publikum ist eher jung, überwiegend Studenten, kaum jemand weit über 40 J. Die Bedienung ist eher etwas langsam. Dafür kann man sich für 2,95 Euro am Buffet bedienen.

Im Gegensatz zu den anderen Cafés/Bars hat das Café „Mein Haus am See“ Öffnungszeiten, wie man sie sich in Berlin wünscht: durchgehend geöffnet. Der Name ist ein wenig irreführend, hier liegt weder ein See in der Nähe, noch ist es hier in der Umgebung nur annähernd idyllisch oder ruhig. Dafür ist es innen sehr atmosphärisch und es gibt genug Space. Das Mobiliar besteht überwiegend aus älteren skandinavischen Sitzgruppen. Daneben gibt es noch eine Art Tribüne als Sitzgelegenheit. Draußen gibt es keine Sitzmöglichkeiten.
Sehr zu empfehlen, viell. aufgrund der Süße eher von Frauen bevorzugt, ein Sekt auf Holundersirup. Freundliche Bedienung, dafür sind die Preise leicht „gesalzen“ und an „Mitte“ angepasst.