Schlagwort-Archive: Türsteher

Licht & Liebe und LEDs

Die Veranstaltungen „Licht & Liebe“ von Lichtpark e. V. sind zwar umsonst, dennoch gibt es so eine Art Türsteher bzw. Taschenkontrolle. Zum einen wird darauf geachtet, dass eine Vermüllung durch mitgebrachte Speisen und Getränke vermieden wird. Zum anderen will man nicht jeden mitfeiern lassen und so hieß es vergangenen Sonntag, als einige Leute vor mir auf das Gelände wollten: „Passt nicht!“ Das ist doch eine sehr direkte, ehrliche und konkrete Aussage.

YouTube-Video von Loerli1:  Open Air „Licht & Liebe“ am 01.08.2010 an der Michaelkirchbrücke

Mich hat es erstaunt, dass LED-Lichter selbst bei solch kleinen Events, eine derartige Verbreitung gefunden haben. Draußen, bei strahlendem Sonnenschein verfehlen sie leider ein wenig an Wirkung.

In der Juli/August-Ausgabe der Groove wird über diesen Trend von LEDs in Clubs berichtet.

Advertisements

Türpolitik: Watergate – Tresor

Letztens ging ich mal wieder mit einem Freund aus, mit dem ich seit über 20 Jahren befreundet bin. Wir einigten uns auf das Watergate. Der Türsteher (viell. waren es auch zwei) schaute ein wenig skeptisch. Dann hieß es, ob wir denn wüssten wer auflege. Zum Glück hatte ich zu Hause mir noch am Tage das line-up angeschaut und teilweise habe ich mal reingehört und konnte „Damian Lazarus“ nennen. „Wisst ihr auch was das für eine Musik ist?“ „Na klar, ich war doch schon häufiger hier“ antwortete ich schnell. Dann ließ er uns rein. O. K. ich bin 42 J. und meine Begleitung 48 J. Das ist sicherlich kein übliches Alter um in einem Club zu gehen und entspricht auch nicht dem Durchschnittsalter der Clubgänger.

Sehr schnell wurde es sehr voll. Schön fand ich wieder den Blick auf die Spree mit der Oberbaumbrücke. Oben auf der Tanzfläche war es dann so voll, dass es mit dem Tanzen auch problematisch wurde. Die Musik fand ich sehr interessant, aber viel zu langsam – leider. Das war auch der Grund, warum meine Begleitung gehen wollte und vorschlug noch in den Tresor zu gehen und mich dazu selbstverständlich einzuladen.. Ein wenig blieben wir noch im Watergate, in der Hoffnung das Tempo der Musik würde sich noch verändern. Nach einer Stunde fuhren wir dann in den Tresor. Dort kommen laut ihrer Türpolitik alle Gäste, die einfach “ganz normale” Clubgänger sind, ohne Probleme rein, sofern sie mind. 18 J. alt sind, nicht offensichtlich unter Drogen- und / oder Alkoholeinfluss stehen und keine rassistisch oder rechtextremer Gesinnung haben.
Meinem Eindruck nach, braucht man noch nicht mal ein „ganz normaler“ Clubgänger sein, sondern jeder kommt herein, wenn er mind. 18 J alt,  nicht zu auffällig zugedrogt oder/und zu alkoholisiert erscheint und sich ganz „normal“ an der Tür zu benehmen weiß.

Hier ist der Sound immer sehr angenehm und mir auf Grund meines Alters kenne ich auch noch viele Djs von „früher“, die hier auflegen. Allerdings find ich es von den Leuten her eher uninteressant, sehr jung und die Frauen sehen für mich alle irgendwie ziemlich gleich und uniform aus. Sie tragen häufig irgendwo einen schlabberigen Look. Dazu kommt, dass der Tresor unter „richtigen“ Szenegängern einen schlechten Ruf hat: viele „Brandis“ (=Brandenburger) und ein Rechtsruck sei zu vernehmen.

Dennoch finde ich die Clubbesucher bis hin zum Personal allesamt sehr freundlich.

Sehr interessant: die Regeln für den Einlass in den Club unterscheiden sich von der deutschen und englischen Version. In der englischen Version kommt noch eine Regel hinzu: „those carrying heavy markers intended to deface the club interior walls“, bekommen keinen Einlass.

Hier noch ein YouTube-Video:  „Damian Lazarus @ Watergate“, der dort häufiger auflegt. Zwar kein aktuelles Video. Trotzdem super schöner Sound.