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Demo der Initiative "Megaspree"

Am Sonnabend fand der Sternmarsch der Initiative „Megaspree“ unter dem Motto „Rette deine Stadt“ statt. Das Bündnis „Megaspree“ kämpft gegen eine weitere Bebauung des Spreeufers durch das Investitionsprojekt „Mediaspree“. Zahlreiche am Spreeufer ansässige Clubs sind somit in ihrer Existenz bedroht, was die Alternativszene Berlins zerstört. Am Roten Rathaus vereinigten sich die Demonstrationszüge, die von sechs verschiedenen Orten der Stadt ihren Anfang genommen hatten. Der Protest richtete sich u. a. auch gegen die geplante Verlängerung der Stadtautobahn der A100, Gentrifizierung in Berlin,  Zwangsräumung des Tacheles, Zerstörung der Subkultur, der Randbebauung des Mauerparks und gegen eine zu dichte Bebauung im Bereich der Lehrter Straße und dem Quartier Heidestraße.

Auf der Abschlusskundgebung hielt dann Dr. Motte eine Rede und insgesamt herrschte unter den doch eher jungen Teilnehmern eine lustige Party-Atmosphäre denn „Trauerstimmung“. Ich fühlte mich leicht in die Zeit, als die  „Love Parade“ noch in Berlin stattfand, zurück versetzt.

Die offizielle After-Demo-Party fand in der „Alten Münzfabrik“ statt, wo ein sehr junges und internationales Publikum bis in den Morgen feierte.

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Bei der Hitze… open air party oder club?

Die Tanzfläche vom Berghain war gegen halb acht gut gefüllt und das auch noch später um 11 Uhr am Sonntagmorgen. Aber von Len Faki keine Spur. Als mir auch die 3. Person nicht sagen konnte, ob Len Faki schon aufgelegt hatte, gab ich es auf weiter zu fragen. Nun war es so wie ich es auch schon mal vor einiger Zeit im Berghain in Erinnerung hatte: Die Musik plätschert vor sich hin, die Leute tanzten z. T. sehr gelangweilt. Die Leute gefielen mir irgendwie auch nicht. Nicht, dass man den Leuten das Nicht-aus-Berlin-Kommen hätte ansehen können, aber so eine gewisse Berliner Lässigkeit fehlte mir und die „Atmo“ war auch nicht gerade euphorisch.

Klar, bei dem Wetter trieben sich viele bei den Open-air-partys rum, z. B. fand an der Michaelkirchbrücke um 12 Uhr ein Umsonst & Draußen -event „Licht und Liebe“ statt und es lief ja schon seit Samstagnacht am Markgrafendamm Nähe Ostkreuz eine Veranstaltung und das auch alles mit zum Teil sehr guten DJs. Dann gab es noch vom „Salon – zur wilden Renate“ eine Veranstaltung, wo der Veranstaltungsort erst morgens bekannt gegeben wurde.

Mir ist es zu unangehem in der Mittagshitze ohne Garantie auf Schatten zu tanzen. Aber wie man sah, haben auch andere diese Vorliebe bei hoch sommerlichen Temperaturen lieber im Club zu tanzen als draußen.

Berghain nur noch auf Platz 8

Beim Rumgooglen stieß ich gestern auf diese Nachricht:

„Das-Berghain-ist-nicht-mehr-der-beste-Club-der-Welt“

Man staune, war es doch letztes Jahr noch zum besten Club der Welt vom Fachmagazin „„DJMag“ gekürt worden.  Aber ich hatte mich sowieso in den letzten Monaten häufiger gefragt, warum, wieso  gerade das „Berghain“ der beste Club der Welt sein soll. Klar ich mag das „Berghain“ auch, gerade wenn ich auch mal Leute um die 40  und abgeklärtes Publikum um mich haben möchte, durchgehend tanzen will und ein bestimmtes feeling erreichen möchte. Das „Watergate“, dieses Jahr auf Rang 13  ist mir von den Leuten her zu jung und zu „geleckt“ . Habe mich immer gefragt, was ist denn nun sooo toll am Berghain, dass es gleich der beste Club der Welt sein soll. Früher, also vor 15-20 Jahren brauchte man so rein Ranking nicht. Das „E-Werk“ z. B.  war auch weltweit bekannt und sehr beliebt, ohne dass es gleich zu irgendwas gekürt werden musste. So habe ich es jedenfalls in Erinnerung.

Nun stehen unter den ersten 8 Plätzen auch drei Clubs aus Ibiza, die ich auch schon mal besucht habe, allerdings ist das jetzt auch schon über 10 Jahre her. Das „Pacha“ war mir damals zu „sauber“, mit Servicekräften die die Getränkebestellung an den Tischen aufnahmen. Da fehlten nur doch die Tischdecken. O.k. wie das heute dort ist, kann ich nicht beurteilen. Es ist ja  auch immer eine Frage, wer bewertet was, wer sind die Leser von „DJMag“…. und was erwartet man von einem Club.

Ach, ich denke, damit kann das „Berghain“ und Berlin gut leben und es macht den Club unter den Berliner Szenegängern vielleicht wieder attraktiver.