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Zum Schusterjungen – letzte Institution in Prenzlauer Berg?

Mich wundert, dass in Prenzlauer Berg in einer Ecke, die doch eher von jüngeren Leuten bewohnt und aufgesucht wird – und die Kastanienallee ist ja nur wenige Meter davon entfernt –  so ein Lokal, wie dem Zum Schusterjungen zu finden ist.

Das Restaurant „Zum Schusterjungen“ liegt auf der Danziger Straße/Ecke Lychener Straße.

Hin und wieder erzählte mir eine Bekannte, Stammgast vom „Zum Schusterjungen“ von dem Treiben dort. Der Name des Lokals sagte für mich so einiges aus, obwohl man sich ja auch täuschen kann, denn es gibt Lokale die szenig, alternativ oder „in“ sind und dann dazu einen urigen Namen wie Bergstüb’l o. ä. tragen. Genauso verhält es sich mit dem Berghain: hört sich eher nach neiner Dorfdisse und nicht nach einem der angesagtesten Clubs der Welt an.  O. K., aber das „Zum Schusterjungen“ ist genau so, wie der Name schon vermuten lässt:

Eine urige Eckkneipe mit altdeutscher Küche in gemütlicher, rustikaler Ausstattung im Landgasthaus-Stil.

Das Lokal hat Tradition und gab es schon zu DDR-Zeiten. Letztes Jahr wechselte der Besitzer, der dieses Restaurant zum Glück so gelassen hat, wie es war. Es gab lediglich kleine, aber nicht wesentliche Veränderungen der Speisekarte.

Im „Zum Schusterjungen“ treffen Touristen, HartzIVler, Millionäre und Alteingesessene aufeinander und hier sitzt der Promi (Schauspieler und Fußballer) der seine Ruhe haben will, neben dem Opi, der schon seit Jahren hier regelmäßig zu Mittag isst.

Man staune, dass so ein Lokal mitten im fast „endsanierten“, teuren und sehr beliebten Bezirk Prenzlauer Berg so gefragt ist, dass abends sogar Reservierungen notwendig sind. Also man sollte auf jeden Fall mal dagewesen sein und mir wurde bei einem Besuch klar – DAS ist Deutsche Küche.