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Mit ("West"-) Besuch im Café „Mein Haus am See“

Was unternimmt man eigentlich mit Besuch aus z. B. NRW? Berlinbesucher wissen meistens ganz genau was sie in Berlin unternehmen und ansehen wollen. So auch meine Freundin mit ihrem Freund, die an diesem Wochenende zum zweiten Mal Berlin besuchten. Ich überlegte, was ich ihnen noch zeigen könnte. Es muss erwähnt werden, dass sie aus einer Kleinstadt mit 40.000 Einwohnern kommen und es nicht bevorzugen sich in das Nachleben von Berlin mit seinen vielen Clubs zu stürzen und auch sonst sind sie „irgendwie“ anders. Das ganze Standard-Sightseeing-Programm (Fernsehturm, Brandenburger Tor, Reichstag, Hackescher Markt, KaDeWe, Ku’damm, …) ist schnell durchlaufen. Aber auch so was wie das Technik-Museum, Gedenkstätte-Hohenschönhausen, Berliner Unterwelten, DDR-Museum standen bei ihnen schon auf dem Programm. Am Freitag z. B. besuchten sie die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und danach trafen wir uns am Rosenthaler Platz. Ich schlug vor mit ihnen in das Café „Mein Haus am See“ zu gehen. Ich war einfach gespannt wie die Reaktion der Beiden sein würde und ob sie sich wohlfühlen würden in einem Café, dass es so in der Nähe von Münster sicherlich nicht geben wird. Das Café liegt fast unscheinbar ganz in der Nähe des U-Bhfs Rosenthaler-Platz, in der Brunnenstraße.

„Boah – krass“ äußerte sich meine Freundin. Ihr Freund fand, es sähe hier aus wie in einem Möbelgeschäft. In Berlin gibt es viele Cafés die irgendwie auf eine „Wohnzimmer-Atmosphäre“ setzen und hier besteht das Interieur überwiegend aus Sofas, Sesseln und Tischen im skandinavischen Design. Keine Ahnung aus welchem Jahrzehnt. Schätze 70er/80er Jahre. Mich erinnert das Mobiliar an Dänemark-Ferienhaus-Urlaub. Ich finde trotzdem, dass sich dieses Café von den anderen Cafés, die auch im Wohnzimmerlook ausgestattet sind, wie z. B. das „Wohnzimmer“ oder „An einem Sonntag im August“ (übrigens gehört dem Besitzer/Geschäftsführer wie auch immer dieses Cafés auch das „Mein Haus am See“) unterscheiden. Hier ist es heller, geräumiger und auch „atmosphärischer“.

An diesem Freitagabend war es recht leer im Vergleich zu sonst. Mag an dem herrlichen Wetter gelegen haben und dieses Café bietet auch keine Sitzmöglichkeiten draußen an. Das wäre auch nicht gerade sonderlich angenehm an der Brunnenstraße…

Zurück zu meinem Besuch: Sie waren noch sehr stark mit der Verarbeitung der Führung durch die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen beschäftigt. Mir schwebt schon seit zwei Jahren vor dorthin zu gehen und jetzt werde ich es bestimmt machen.